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| Gangnam - "südlich des Flusses" |
Mein Rückflug ging also am Freitag. Da wir Dienstag schon so früh zurückgeflogen sind, konnte man an dem Tag noch richtig was machen (naja ging so, ehrlich gesagt war ich schon recht müde). In den letzten Tagen konnte ich in der Wohnung von Marie übernachten, wo mir in der Wohnküche ein äußerst bequemes Nachtlager zur Verfügung gestellt wurde. Im Nachhinein betrachtet ist das mit dem Futon eine klasse Idee! Wer also mit einem kleinen Zimmer zu kämpfen hat, sollte vielleicht auf sein Bett verzichten und sich einen Futon anschaffen. Als ich Maries Zimmer das erste Mal sah, hab ich auch nicht wirklich gelaubt, dass man da leben kann, aber ohne ein Bett, was den ganzen Platz vereinnahmt, kann man ein wahres Raumwunder draus machen (okay, das Zimmer ist immer noch ziemlich klein :o arme Marie). Abgeschweift, zurück zum Text. Konkrete Pläne hatte ich eigentlich für die letzten Tage nicht, also habe ich spontan mit Charley, den ich bei der Kneipentour mit Guido und Fabian in Seoul kennen gelernt habe, ein Treffen in Gangnam ausgemacht (ja, das Gangnam, op op op undso) um dort auch mal die Freuden gepflegter Abendunterhaltung auszutesten. Und ich wurde nicht enttäuscht. Charley, als eingewanderter Amerikaner mit koreanischem Aussehen, hat leider ganz schön zu kämpfen. Er lernt erst seit einem Jahr Koreanisch, kann sich gut

verständigen, hat aber einen leidigen Akzent, weswegen ihn die Leute, die ihn natürlich erstmal als Koreaner einstufen, immer ganz komisch gucken, wenn sie ihn sehen. Aber er ist echt dufte und wir sind also in Gangnam um die Häsuer gezogen und haben diverse Lokalitäten ausprobiert. Lustig war das gecrushte Eis mit Geschmack und Bohnenpaste (ja, Bohnenpaste auf Eis!), was aber bemerkenswert gut geschmeckt hat.
In Gangnam ist vor allem auffällig, dass es exorbitant viele Schönheitskliniken gibt, die sich alle um die U-Bahn-Station herum konzentrieren. Während diese Institutionen in Deutschland einigermaßen selten anzutreffen sind, ist es in Korea schon fast normal, sich mit Schönheitsoperationen den ein oder anderen "Makel" auf invasive Weise vom Hals zu schaffen. Es scheint auch einigermaßen günstig zu sein, aber mich persönlich hat es bei dem Thema doch eher weniger gepackt :D.
Nach der kleinen Kneipentour (ein Fruchtsmoothie mit Soju :O sooo gut) hat mal wieder die U-Bahn zwei Stationen vor meinem Ziel beschlossen, keine Lust mehr auf Weiterfahren zu haben. Aber diesmal brauchte ich kein Taxi, sondern habe mittels Kompass und Landkarte mich zurückmanövriert! Haha, diesmal hat es sogar geklappt. Bemerkenswert, dass die Streetfood-Stände bis nach ein Uhr nachts geöffnet haben, so kann man sich zur Not immer noch schnell einen kleinen Snack besorgen. Marie hatte sich schon Sorgen gemacht, aber ich bin heil angekommen.
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Auch bemerkenswert, wie lange sich diese in westlichen Augen selbst damals schon antiquierte Struktur doch gehalten hat, in Anbetracht der Industrialisierung der westlichen Welt sowie Japans. In der Anlage befindet sich auch das Koreanische Folk-Museum, wo das Leben der normalen Gesellschaft in alten Zeiten dargestellt wurde, das war ebenfalls sehr interessant.
Am Abend dann das letzte Abendmahl in Korea. Endlich konnte ich auch mal Yoon kennen lernen, der mir so bereitwillig sein Zimmer zur Verfügung gestellt hatte. Klasse Typ! An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an ihn!
Das war es dann auch gewesen, den Flughafen konnte ich mir vor dem Rückflug auf der Suche nach einem Postbüro noch einmal sehr ausführlich anschauen (unglaublich wie man das so gut verstecken kann). Insgesamt war es ein super Urlaub und ich möchte mich bei allen für ihre Gastfreundschaft und Offenheit bedanken. Es war wirklich super!




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