Dienstag, 24. Juni 2014

Ausklang

Huch, da hat ja tatsächlich noch ein Beitrag gefehlt... Das so unfertig stehen zu lassen, ist ja nicht gerade die feine englische Art....

Gangnam - "südlich des Flusses"

Mein Rückflug ging also am Freitag. Da wir Dienstag schon so früh zurückgeflogen sind, konnte man an dem Tag noch richtig was machen (naja ging so, ehrlich gesagt war ich schon recht müde). In den letzten Tagen konnte ich in der Wohnung von Marie übernachten, wo mir in der Wohnküche ein äußerst bequemes Nachtlager zur Verfügung gestellt wurde. Im Nachhinein betrachtet ist das mit dem Futon eine klasse Idee! Wer also mit einem kleinen Zimmer zu kämpfen hat, sollte vielleicht auf sein Bett verzichten und sich einen Futon anschaffen. Als ich Maries Zimmer das erste Mal sah, hab ich auch nicht wirklich gelaubt, dass man da leben kann, aber ohne ein Bett, was den ganzen Platz vereinnahmt, kann man ein wahres Raumwunder draus machen (okay, das Zimmer ist immer noch ziemlich klein :o arme Marie). Abgeschweift, zurück zum Text. Konkrete Pläne hatte ich eigentlich für die letzten Tage nicht, also habe ich spontan mit Charley, den ich bei der Kneipentour mit Guido und Fabian in Seoul kennen gelernt habe, ein Treffen in Gangnam ausgemacht (ja, das Gangnam, op op op undso) um dort auch mal die Freuden gepflegter Abendunterhaltung auszutesten. Und ich wurde nicht enttäuscht. Charley, als eingewanderter Amerikaner mit koreanischem Aussehen, hat leider ganz schön zu kämpfen. Er lernt erst seit einem Jahr Koreanisch, kann sich gut




verständigen, hat aber einen leidigen Akzent, weswegen ihn die Leute, die ihn natürlich erstmal als Koreaner einstufen, immer ganz komisch gucken, wenn sie ihn sehen. Aber er ist echt dufte und wir sind also in Gangnam um die Häsuer gezogen und haben diverse Lokalitäten ausprobiert. Lustig war das gecrushte Eis mit Geschmack und Bohnenpaste (ja, Bohnenpaste auf Eis!), was aber bemerkenswert gut geschmeckt hat.

In Gangnam ist vor allem auffällig, dass es exorbitant viele Schönheitskliniken gibt, die sich alle um die U-Bahn-Station herum konzentrieren. Während diese Institutionen in Deutschland einigermaßen selten anzutreffen sind, ist es in Korea schon fast normal, sich mit Schönheitsoperationen den ein oder anderen "Makel" auf invasive Weise vom Hals zu schaffen. Es scheint auch einigermaßen günstig zu sein, aber mich persönlich hat es bei dem Thema doch eher weniger gepackt :D.

Nach der kleinen Kneipentour (ein Fruchtsmoothie mit Soju :O sooo gut) hat mal wieder die U-Bahn zwei Stationen vor meinem Ziel beschlossen, keine Lust mehr auf Weiterfahren zu haben. Aber diesmal brauchte ich kein Taxi, sondern habe mittels Kompass und Landkarte mich zurückmanövriert! Haha, diesmal hat es sogar geklappt. Bemerkenswert, dass die Streetfood-Stände bis nach ein Uhr nachts geöffnet haben, so kann man sich zur Not immer noch schnell einen kleinen Snack besorgen. Marie hatte sich schon Sorgen gemacht, aber ich bin heil angekommen.

Siegel - die Alternative zu Unterschriften
Brandschutz - feudal-Stil: "Wasser"
Am nächsten Morgen hatte ich mich schon wieder mit Charley verabredet, wir wollten in die große Tempelanlage an der Paradestraße in Seoul, wo bis ins 20. Jahrhundert hinein der Herrscher (Kaiser? Ich weiß den eigentlichen Titel nicht mehr so genau) hauste, bis dann Korea von Japan annektiert wurde und bis nach dem Koreakrieg ein ziemliches Kuddelmuddel herrschte, um es mal nett auszudrücken. Auf jeden Fall ziemlich interessant, wie feudal das ganze doch wirkte, ein starker Kontrast zu der brummenden Stadt um den Tempel herum. Wir wurden sogar Zeuge der "Wachwechselzeremonie", also im Prinzip einem Schichtwechsel der Torwache, welche sich allerdings so ausführlich gestaltete, dass man fast dachte, hier wird eine ganze Garnison inspiziert. Aber okay, sie nehmen es halt genau.
Kacheln, Mann - und was für welche

Auch bemerkenswert, wie lange sich diese in westlichen Augen selbst damals schon antiquierte Struktur doch gehalten hat, in Anbetracht der Industrialisierung der westlichen Welt sowie Japans. In der Anlage befindet sich auch das Koreanische Folk-Museum, wo das Leben der normalen Gesellschaft in alten Zeiten dargestellt wurde, das war ebenfalls sehr interessant.

Am Abend dann das letzte Abendmahl in Korea. Endlich konnte ich auch mal Yoon kennen lernen, der mir so bereitwillig sein Zimmer zur Verfügung gestellt hatte. Klasse Typ! An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön an ihn!

Das war es dann auch gewesen, den Flughafen konnte ich mir vor dem Rückflug auf der Suche nach einem Postbüro noch einmal sehr ausführlich anschauen (unglaublich wie man das so gut verstecken kann). Insgesamt war es ein super Urlaub und ich möchte mich bei allen für ihre Gastfreundschaft und Offenheit bedanken. Es war wirklich super!

Donnerstag, 15. Mai 2014

Osaka! - Teil 3

Eigentlich waren wir ja nur für einen Tag und einen Abend in Osaka. Die Zeit haben wir vor Allem genutzt, um uns mit den Leuten im "Hostel Base Point Osaka" direkt im Zentrum Osakas bekannt zu machen. Zu Maries Freude haben dort auch zwei Koreaner gearbeitet, die außer Japanisch natürlich auch Koreanisch kannten. Also mussten wir fast gar nicht auf Englisch reden. Später kam zu der illustren Runde noch ein Journalist dazu, der merkwürdige Fotos (ja, merkwürdig) aus Osaka haben wollte. Die konnten wir ihm natürlich nicht geben, aber er hat uns dennoch ein Bier ausgegeben :D. Wir sind dann nur noch ein wenig im der Umgebung herumgestreunert und haben uns dann auch schon schlafen gelegt.

Am nächsten Tag war die Burg von Osaka und Shopping auf dem Programm. Die Burg selbst hat eigentlich nicht allzu viel zu bieten, jedoch das Drumrum ist sehr sehenswert! Eine riesige Parkanlage, in der man sich förmlich verlieren kann, und die ungewöhnlich gebaute Wallanlage um die Burg machen das Ganze sehr sehenswert!

Später haben wir uns dann von der Füßgänger-/Shoppingzone reizüberfluten lassen. Wie man innerhalb von zwei Stunden nur so erschöpft werden kann... Echt laut und überall Lichter. Ich finde, japansiche Einkaufsmeilen sind deutlich extremer als die koreanischen, nicht zuletzt weil einem die Musik wirklich auf den Keks geht. Am Abend im Hostel wollten wir gerade planen, wo wir Okonomiyaki (wörtlich übersetzt: "Das ehrenwerte richtig gute Überbackene"; eine Art Pizza aus Teig, Kohl und verschiedenen Beilagen) essen wollten, da haben wir Miako getroffen. Sie war alleine unterwegs und wollte auch etwas essen gehen, also haben wir zusammen den besten Laden gesucht. War echt klasse dort, vor allem weil man den Chefkoch direkt beim Zubereiten der Pfannkuchen zuschauen konnte. Er hat sich das auch gefallen lassen, er meinte irgendwann sogar, dass er sich ein wenig versnobt fühlte weil alle Leute ganz ehrfürchtig schauten.

Am nächsten Morgen mussten wir schon gegen 4:20 aufstehen, weil wir unseren Flug sehr früh gelegt hatten. Der war Gottseidank pünktlich! Und damit endete unser Auflug nach Japan. Hat sich echt gelohnt!


Dienstag, 13. Mai 2014

Japan! 大原・嵐山・大阪 - Teil 2

Um das Onsen noch vor dem Frühstück nutzen zu können, sind wir (freiwillig!) um sechs aufgestanden. Auf leeren Magen ins heiße Bad zu gehen, ist schon ganz schön anstrengend, im Vergleich zum vorigen Abend haben wir es nicht lange ausgehalten, aber es war dennoch entspannend. Besonders die frische Luft am Morgen und das Singen der Nachtigallen (anders als die europäischen singen die hier am Tag) waren sehr erfrischend.




Zum Frühstück gab es dann heißen Tofu und Ei und Reis und gefühlte hundert sonstige Beilagen. Eigentlich kann man jede Mahlzeit zu jeder Zeit essen. Nach dem Auschecken haben wir uns noch die andere Hälfte von Ohara angeschaut, die war auch sehr sehenswert. Irgendwie war ich an dem Tag zu entspannt, den ganzen Tag über müde, musste ich mich mit Kaffee ein wenig über Wasser halten. In Kyoto wollten wir eigentlich nur kurz vor der Weiterfahrt nach Arashiyama einen Geldautomaten für unsere Kreditkarten finden, was sich allerdings schwieriger gestaltete als angenommen, denn die meisten Automaten akzeptieren nur inländische Visa-Karten, was für ein Unsinn. Nachdem wir uns nach gefühlten Stunden des Suchens endlich mit den heißbegehrten bedruckten Papierschnipseln eingedeckt hatten, konnten wir zum eigentlichen Ziel unserer Reise fortfahren: Arashiyama (嵐山). Ebenfalls in den Bergen um Kyoto gelegen, bietet Arashiyama unter anderem einen echten Bambuswald und einen Affenpark mit Makaken, die auf einer Bergspitze leben. Auf dem Weg zu den Spots wurden wir von einer Feiertagsprozession aufgehalten. Jede Menge Kinder in den Festmänteln haben dort einen langen Zug gebildet und hatten offenbar viel Spaß dabei. Sogar die Polizei hat extra für sie die Straßen abgeriegelt. Was genau der Anlass war, konnten wir nicht herausfinden, es schien sich um etwas Regionales zu handeln.


Zuerst sind wir in den Affenpark gegangen. Neben den Makaken in verschiedenen Größen waren vor allem die englischen Übersetzungen der Hinweise und Quizfragen zu den Affen ein echtes Unterhaltungserlebnis. Auf dem Weg nach oben konnten wir uns köstlich über diverse Schilder amüsieren. Oben angekommen, konnten wir uns nicht nur an den Affen, sondern auch an einer tollen Aussicht auf Kyoto erfreuen.




Der Bambuswald war auch eine Reise wert. Ein einzelner Pfad führt hindurch, der Geruch von Stroh erfüllt die Luft (Bambus ist auch eine Gras-Art), während links und rechts etwa zehn Meter hohe Bambusstämme aus dem Boden ragen. Kaum zu vergleichen mit dem Bambus, den man in Europa so kennt. Selbst die Sprösslinge (die übrigens auch sehr schmackhaft sind) haben einen Durchmesser von 10 Zentimetern und ragen hoch aus dem Boden auf. Unter dem Bambus war es richtig dunkel, was uns gelegen kam, denn in der Sonne war es kaum auszuhalten (25°C :D). Auf dem Markt in Arashiyama haben wir uns auch noch an regionalen Spezialitäten gütlich getan. Tofu-Softeis und dann noch Mochi (Reiskuchen) in einer herben Soße auf einem Spieß (leider hab ich den Namen vergessen…). Supergeil.

Dann wurde es auch schon wieder spät, und da Yuki und Nick Montag arbeiten mussten, machten wir uns auf den Rückweg nach Osaka. Dort haben wir zum Abschied noch japanisches Curry zusammen gegessen, dann war es Zeit, sich zu trennen. Es war wirklich ein klasse Wochenende und ich glaube wir haben viel gesehen, was klassischen Touristen verwehrt bleibt! Nun hatten wir noch Sonntagabend und Montag, um in Osaka in wenig herumzuscharwenzeln. Unsere Unterkunft war das „Base Point Hostel“ direkt in der Innenstadt (Ebisubashi, da, wo der Glicomann ist).


Montag, 12. Mai 2014

Kansai! 大阪・京都・大原 - Teil 1

Der Kurztrip nach Japan ging schon gut los. Am Check-In wurde uns gesagt, dass der Flieger zwei Stunden Verspätung hätte, weil der Hinflug nach Seoul aufgrund von wasweißichnicht verzögert wurde. Grundsätzlich hätte das ja kein Problem dargestellt, jedoch ist der Kansai International Airport ab 00:00 dicht. Die letzten Züge fahren 23:30 nach Osaka und die einzige Möglichkeit, die uns blieb, um vom Flughafen wegzukommen, war das Taxi. Für die 45km lange Strecke nach Osaka hätten wir beeindruckende 150 Euro bezahlen müssen. In Anbetracht der Kosten haben wir uns also dann doch entschieden, in der Nähe des Flughafens zu übernachten, allein um die Taxikosten zu drücken. Also übernachteten wir im Best Western und mussten nur 30 Euro für das Taxi bezahlen (o_o). Immerhin gab es da eine passable Aussicht.


Nach dem etwas holprigen Start in Japan haben wir uns am Hauptbahnhof in Osaka (大阪) mit Yuki und Nick getroffen. Die beiden hatten schon alles geplant, was wir an dem Wochenende machen würden, und das war echt super. Ich denke, so etwas hätte man nie gefunden, wenn man selbst danach gesucht hätte. Wir sind also dann nach Kyoto (京都) gefahren, um uns erstmal dort in der Stadt umzusehen, Zufällig haben wir dann auch die größte Tempelanlage gefunden und sie uns natürlich auch gleich angesehen. Allein dort zu sein, war unglaublich entspannend, verschiedene Gärten, blendendes Wetter, es spielte einiges zusammen. Was wir bis dahin noch nicht kannten, waren Tempelbücher. Diese Bücher sind wie ein Liporello aufgebaut und bestehen aus dickem Papier. In jeder Tempelanlage in (fast ganz) Japan gibt es Kalligrafen, die den Namen des Tempels kunstvoll in das Buch schreiben und mit den jeweilig zugehörigen Stempeln versehen. So kann man von jedem Tempel ein Andenken mitnehmen und sie auch sammeln. Jede Seite ist ein Einzelstück und wird von Hand in das Buch hineingeschrieben. Super!


Als wir genug von Kyoto hatten, fuhren wir nach Ohara (大原), wo wir in einem traditionellen japanischen Hotel - ryokan (旅館) übernachten wollten. In dem Hotel gab es sogar eine hauseigene heiße Quelle - Onsen (温泉), die wir benutzen konnten. Ohara liegt ziemlich abgeschieden in den Bergen um Kyoto und ist wirklich ein beschauliches Örtchen. In Ohara haben wir uns dann, bevor wir uns schon um 17:30 ans Abendessen machten, noch einige Tempelanlagen angeschaut. Anscheinend ist das Dörfchen touristisch recht attraktiv aufgrund der verschiedenenen gut erhaltenen und gepflegten Tempel. Auf jeden Fall haben wir einige Seiten für unser Buch bekommen können. Zum Abendessen gab es dann Miso - ähnlich wie die Misosuppe im Restaurant, nur dass wir einen riesigen Topf bekommen haben und dazu - zum darin zubereiten - einen riesigen Teller voller Gemüse und Beilagen. Äußerst lecker :). Nach dem Essen sind wir dann ins Onsen gegangen (es ist eigentlich wie ein Badehaus, nach Geschlechtern getrennt), wo wir erst einmal merkten, wie uns die Müdigkeit erwischte. Man sitzt in diesem heißen Wasser und kann sich mit Blick auf den dahinterliegenden grünen Wald sehr gut entspannen. Das reine natürlich Wasser war nur in einem kleinen Becken und hatte 28°C, wurde also nicht dem Onsen gerecht, deswegen gab es natürlich noch ein großes, heißes Becken. Nach dem Onsen haben wir uns die traditionellen Bademäntel angezogen und waren dann auch schon recht müde...
Das Ryokan in Ohara - Oharasansou (Bergresidenz von Ohara)

Freitag, 9. Mai 2014

Lonesome Ranger


Da Marie am Freitag eine wichtige Prüfung hatte und lernen wollte, war ich zwei Tage lang allein unterwegs. Glücklicherweise gab es genug zu sehen, worauf sie keine Lust hatte, weil sie die Sachen schon kannte. Also standen zunächst das War Memorial und das National Museum of Korea auf dem Programm. Leider waren beide Museen am Mittwoch geschlossen. Selbst das Internet konnte mir vorher nicht sagen, dass aufgrund der beiden Feiertage vorher genau der nächste Werktag der Ruhetag des Museums ist. Am War Memorial gab es zum Gluck auch außerhalb viel zu sehen, die Ausstellung über die Militärgeräte und die Gedenkhallen für die im Koreakrieg Gefallen waren draußen und frei zugänglich. Okay, dachte ich mir, dann eben weiter zum National Museum. Zu Fuß unterwegs, konnte ich mir die übertrieben hohen Apartementgebäude anschauen. Die Dinger sind alle riesig, bei den kleinen Apartementboxen, denen gewohnt wird, wohnen bestimmt tausend Leute in so einem Gebäude.





Das National Museum hatte auch geschlossen. Einige andere Ausländer saßen auch etwas planlos davor. Ehrlich gesagt wusste ich dann auch nicht mehr weiter, wer hatte denn gedacht, dass der erste Tag, an dem man mal allein unterwegs ist, so ein Fehlschlag sein wurde  - schon peinlich. Neben dem National Museum war mein Plan B, der ... Family Park, eine Grunanlage, die recht hubsch anzusehen war. Unter Anderem gab es dort einen Garten, in dem die traditionellen Pflanzen zum Färben angebaut wurden. Etwas weiter südlich von meiner Position war der Hangang (한강), der große Fluss, der Seoul praktisch in zwei Teile teilt. Das nördliche Flussufer war früher total zugemüllt und ekelhaft, deswegen hat Seoul beschlossen, das Ganze generalzuüberholen. Dadurch hat sich der ganze Fluss zu einem Naherholungsgebiet gewandelt, was paradiesische Strecken für Jogger und Radfahrer umfasst. Ist wirklich ganz hübsch dort, sofern man denn mal einen Eingang gefunden hat.

Am nächsten Tag wusste ich ja immerhin schon, wo ich hin musste. Also lies ich das War Memorial aus und bin direkt ins National Museum gegangen. Dort gab es eigentlich alles zu sehen, was in Korea vor den Krieg wichtig war. Von den ersten Artefakten aus der Ur- und Frühgeschichte über die historische Entwicklung zu einem Provinzenstaat bis hin zu den Bemühungen des alten Koreas, dem westlichen Einfluss zu widerstehen. Interessant, welchen Einfluss die Einführung der buddhistischen und konfuzianistischen Lehre auf die Kultur gehabt haben (sogar bis in die industrielle Zeit hinein). Mein Lieblingsteil war die Ausstellung über Kalligrafie und Schrift. Hier wurden die verschiedenen Schriftstile dargestellt, die alle mehr oder weniger schwer zu unterscheiden waren.


Danach bin ich noch nach Insa-Dong, einem eher touristisch geprägten Stadtteil gefahren. HIer gab es eigentlich alles zu kaufen, was man sich so vorstellen kann. Besonders cool fand ich ein Kaufhaus, was wie eine Spirale aufgebaut war. In einer Art Innenhof konnte man einfach an der Ballustrade entlanggehen, und ohne Treppensteigen bis in den vierten Stock hinauf laufen. Überall kleine Läden, in denen man dies und das erstehen hätte können (die Preise hier waren schon etwas...gehoben). Anfangs suchte ich nach etwas kalligrafischen zum Mitbringen und bin in eine Kalligrafie-Straße geraten, wo es nur solche Läden gab. Die allerdings boten nur wirklich gehobenes Profi-Equipment an, und als ich wörtlich nach "günstigen Dingen" fragte, wurde nur höflich abgewunken.





Heute, Freitag, musste ich noch einiges für den Wochenendtrip von Japan vorbereiten und deswegen war hier nicht so viel los. Aufgrund von Verspätung unseres Fluges mussten wir unser Hotel stornieren, und in Anbetracht der exorbitanten Transportkosten mit dem Taxi
Sewol-Banner zum Gedenken
bei Nacht nach Osaka haben wir uns entschieden, in der Nahe des Flughafens zu übernachten. Das ist immer noch deutlich günstiger, wir haben im Best Western Zimmer für 33€ pP bekommen und werden dann in aller Früh Richtung Kyoto aufbrechen, um uns mit Yuki und Nick zu treffen.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Andong (안동)

Peter-Pan-Geusthouse. Man beachte die rosa Vorhänge!
Da hier ein langes Wochenende anstand, hatten wir Zeit, einen kleinen Ausflug nach Andong zu machen, um das in der Nähe gelegenene historische Hahoe-Dorf (하회) zu besuchen, eine sehr berühmte Weltkulturerbestätte. Kurz zuvor haben wir noch eine Übernachtung im Peter-Pan-Guesthouse in Andong gebucht (es war auch so putzig eingerichtet wie es klingt) und sind dann mit dem Zug am Montag hingefahren.




Allgemein sind alle öffentlichen Verkehrsmittel hier extrem (!) günstig. Für eine Zugfahrt von über drei Stunden haben wir (inklusive Sitzplatzreservierung) umgerechnet 12 Euro bezahlt. Der Bus nach Hahoe (40 Minuten Fahrt) hat 90 Cent gekostet. Eine normale Fahrt mit der U-Bahn kostet etwa 80 Cent. Allgemein kann man viele Dinge hier sehr günstig machen, nicht zuletzt, weil auch viele Museen umsonst sind.
Weolyeonggyo, die Mondlichtbrücke

In Andong haben wir uns die längste Fußgängerbrücke Koreas angeschaut, die komplett in einem alten Stil gebaut wurde. Da es gerade gedämmert hat, sah das auch sehr gut aus. Eine lokale Spezialität dort ist das JJimdak (찜닭), ein speziell zubereitetes Hühnchen mit Glasnudeln und einer sehr würzigen Sauce, die in einer großen Schüssel für alle serviert wird. Es war ein wenig peinlich, die Glasnudeln mit Stäbchen zu essen... Die Restaurants, die uns für das JJimdak empfohlen wurden, waren alle in einer Art "Food-Street" untergebracht. Die Leute haben dort einfach auf der Straße gekocht und man konnte sich in den kleinen Räumlichkeiten dahinter hinsetzen.






Gleich früh sind wir ins Hahoe-Dorf gefahren. Bei bestem Sonnenschein (Sonnenbrand olé) konnten wir dort die verschiedenen Sehenswürdigkeiten betrachten. Das Dorf liegt in einer Flussschleife, also ist fast der ganze Ort von Wasser umgeben. Unglaublich, wie bergig die Regionen hier sind. Man hat den Eindruck, dass jede ebene Fläche mit Städten oder Feldern belegt ist, und dafür die Berge vollständig naturbelassen wurden. Gerade in Hahoe erweckte es den Eindruck, dass das Dorf vollständig isoliert von der Außenwelt lag, weil man einfach nur Berge sehen konnte.

Das ganze Dorf ist noch im alten Stil wie vor 400 Jahren erbaut, und in den Häusern wohnen sogar Leute! Man erkannt hier und da einige Modernisierungen an den Gebäuden, wie eine Satellitenschüssel oder ein Auto, das davor parkt, aber sonst ist alles noch traditionell gehalten. Die Leute dort stellen kostenlos zur Schau, wie Dinge in den alten Zeiten erledigt wurden, Mehl mahlen, Wäsche klopfen, etc.. Durch Zufall haben wir ein etwas abgelegeneres Haus entdeckt, was nicht sonderlich nach Attraktion aussah, doch aufgrund von Maries Koreanisch-Skills haben wir einen Blick hineingeworfen und wurden gleich von zwei älteren Damen herangewunken, die uns Manieren und Ablauf einer koreanischen Teezeremonie näher gebracht haben. Super!

Direkt gegenüber dem Dorf liegt eine Klippe, die als Aussichtspunkt dient. Lange Zeit von Fluss unterhöhlt, bietet sie, mitten neben dem Dorf, einen schroffen und dramatischen Anblick. Wir mussten sogar mit der Fähre übersetzen. Nachdem wir uns alles angeschaut hatten, konnten wir noch einige Stunden dort entspannen, es war (verglichen mit Seoul) extrem ruhig und die Luft super frisch. Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt, auch wenn der Weg zum Dorf recht weit von Andong ist, es kostet ja auch fast nichts^^






Sonntag, 4. Mai 2014

Sewol - Tragödie

Ein unangenehmes, aber hier extrem präsentes Thema, über das ich noch schreiben möchte, ist der Untergang der Sewol-Fähre (세월호). Die Präsenz dieses Themas ist bisher ein großer Teil von dem, was ich in Seoul zu sehen bekam, also ist er es auch wert, berichtet zu werden. Die Sewol war auf dem Weg von Incheon (Nähe Seoul) nach Jejudo und kenterte vor der südwestlichen Küste Südkoreas. Das Unglück forderte bereits über 240 Leben, einige werden noch vermisst. Die Passagiere an Bord waren vor allem Schüler im Teenager-Alter, die sich auf einem Schulausflug befanden. Besonders die mangelhafte Kommunikation und die fehlerhafte Reaktion der Crew auf das Kentern des Schiffes führte zu solche einer hohen Zahl an Opfern. Soweit zum Bekannten.

Das Unglück hat die Nation sehr tief getroffen. Jegliche größeren Festivals oder Feierlichkeiten in näherer Zeit sind abgesagt worden und das Fernsehprogramm wurde auf Nachrichtensendungen reduziert. Täglich kommen neue Berichte über die Bergung und sonstige auf das Unglück bezogene Nachrichten. Neuveröffentlichungen von Fernsehdramen oder Musikinterpreten, sowie Konzerte etc., sind rigoros abgesagt worden. Geschäftsleute tragen eine gelbe Schleife an ihren Anzügen als Symbol der Anteilnahme.

Die Farbe Gelb ist als Symbolfarbe für das Gedenken an die Opfer ausgewählt worden. An vielen Stellen in Seoul seiht man gelbe Bänder, auf denen Wünsche und Zeichen der Anteilnahme an die Opfer und die Hinterbliebenen geschrieben stehen. Sehr oft sieht man auch Gedenkschreine, die in Gelb gehalten sind. Der größte dieser Schreine war in der Nähe der Paradestraße bei der City Hall (siehe Bild). Die massive Anteilnahme der koreanischen Bevölkerung ist zwar sehr rührend, allerdings wirkt das ganze teilweise übertrieben. Das Unglück ist nunmehr über zwei, fast drei Wochen her und von Normalität kann nicht gesprochen werden. Die Frage, inwieweit die Kultur Koreas die Anteilnahme fortwährend bedingt, kann ich nicht beantworten. Viele Leute sagen, dass die Regierung, die hierzulande einen sehr starken Einfluss auf die Medien hat, diese Stimmung noch aufrechterhält, indem sie das Fernsehen usw. dahingehend reguliert. Doch es ist nicht an mir, das zu bewerten. Wer weiß, wie die Deutschen reagieren würden.

Blue Hour

Momentan machen wir hier eigentlich alles spontan. Das Wetter ist nicht soo gut (es regnet auch gerade), deswegen konnten wir unseren eigentlichen Plan, auf einem Berg in der Nähe von Seoul wandern zu gehen, auch nicht in die Tat umsetzen. Also haben wir uns erstmal zum Shopping in Myeondong (명동) getroffen. Dort war es auch ziemlich voll und man konnte an jeder Ecke alles Mögliche kaufen. Myeondong ähnelte sehr den Shoppingdistrikten in Japan, wie Shibuya, allerdings ist hier das Werbeverhalten etwas gemäßigter. Aus den Lautsprechern tönt Technomusik, man fühlt sich schon ein bisschen wie auf einem Rave... In Myeondong sind wir auch noch in ein Hundecafe gegangen. Dort kann man wie in einem normalen Cafe auch Getränke usw. bestellen, allerdings laufen überall Hunde rum, von groß bis klein, ich glaube insgesamt waren es 26 Stück. Super für Hundeliebhaber, wenn man wollte, konnte man sich auch mit der Decke auf den Boden setzen und warten, bis ein Hund ankam und sich in den Schoß legte. Entsprechend viele Kinder waren auch dort.




Danach sind wir nach Namdaemun (남대문) in ein Straßenmarktviertel gefahren. Unfassbar, wie voll es dort war. Wir haben uns zwschendrin auch mal aus den Augen verloren, auf dem Markt war ein einnziges Gedränge. In Korea ist es auch völlig normal, sich bei jemandem durchzudrängeln oder jemanden beiseite zu stoßen, wenn man durch will. Ich bin noch zu nett und lasse zu viele Leute durch, deswegen bin ich langsamer unterwegs. Aber da das hier Normalität zu sein scheint, muss man sich dran gewöhnen. Ein wenig schade war, dass man wegen der vielen Leute kaum irgendwo anhalten konnte, um sich etwas genauer anzusehen, es war wie ein Strom von Menschen, der einen nach vorne gedrückt hat. Aber diese Marktstraßen waren schon sehr interessant, vor allem als ich gesehen habe, dass unter der Marktstraße noch eine zweite Marktstraße ist. Einfach so, als wäre der ganze Block noch einmal untertunnelt worden.

Am Abend sind wir dann (mit ein paar anderen Leuten, die Leute kannten, die Leute kannten) erstmal ein richtig gutes Samgyeopsal (삼겹살, gegrillter Schweinebauch) essen gewesen. In Korea ist es so, dass das Essen für alle ist, das heißt der Tisch wird voll gestellt mit allen möglichen Schälchen, Töpfen, usw. und jeder kann sich bedienen. Später sind wir dann nach Hongdae (홍대) mit ein paar anderen Leuten in eine Kneipe gegangen. Hongdae ist einer der Partydistrikte in Seoul, der eher studentisch orientiert ist. Er liegt in einem Viereck von Unis, also der perfekte Ort dafür. Wir haben die Nacht mit Bier, Pool und Darts verbracht und viele nette Leute kennen gelernt. Wir alle hatten keine Lust, mit ein Taxi zurück zu nehmen, also waren wir alle unterwegs, bis die erste U-Bahn fuhr (5:30). Da war es dann schon wieder hell... Aber durchaus witzig, die Blue Hour in Seoul mitzuerleben, es ist fast wie überall wo gefeiert wird. Müll, Besoffene, Schlafende, Verrückte..., was es nunmal so gibt. Definitiv eine lohnende Erfahrung.

Freitag, 2. Mai 2014

Seoul!

So, nun komme ich endlich mal dazu, etwas zu schreiben, das war ein bisschen viel in den letzten zwei Tagen. Alles in Allem bin ich gut angekommen, richtig klasse mit der Lufthansa, denn mit dem Code, den ich auf mein Handy geschickt bekommen habe, konnte ich vom Gepäckschalter bis zum Check-In einfach durchlaufen. Komfortabler gehts gar nicht. Dazu noch Direktflug, das heißt, ich konnte gestern noch richtig aktiv sein! Ich bin mit dem Bus nach Cheongnyangni (정량리)  gefahren und habe dort Marie getroffen - schon cool, sich an solch einem Ort wiederzusehen. Seoul ist soweit ziemlich groß (ich bin allein über eine Stunde durch die Stadt gefahren mit dem Bus) und die Sprachbarriere ist - zumindest jetzt noch wo ich mich noch nicht so sehr traue etwas zu sagen - recht hoch. Aber erstmal ausschlafen....

Wie ich schon erwähnt hatte, hat ein Freund von Marie, Yoon (herzlichen Dank an dich schonmal), der gerade in China ist, mir netterweise sein Zimmer zum Übernachten zur Verfügung gestellt. So kann ich gleich mal hautnah erleben, wie es sich hier so wohnt. Das Zimmer ist recht klein, was aber in asiatischen Ländern Normalgröße ist (ich schätze so 8m²), aber super nett und völlig ausreichend. Ich will ja auch gar keine Luxusherberge! Die Wohnung ist in einem kleinen Haus, was auf dem Dach eines Restaurantgebäudes steht. Was die Bude hier erst richtig klasse macht, ist die Dachterrasse! Wie genial ist dieser Blick denn? (siehe Foto). Die Wohnung ist auch direkt in der Nähe von Maries Wohnung und gleichzeitig auch in der Nähe von der Hankuk Unversity of Foreign Studies, der Universität mit ausländischem Schwerpunkt, an der auch Marie gerade studiert. Alles in Allem echt cool.

Blick auf Seoul von der Dachterrasse
Leider habe ich noch keine Batterien für meine Kamera nachgekauft, also musste ich mit Maries Kamera, deren Bilder ich gerade nicht habe, oder meinem Handy vorlieb nehmen, also verzeiht mir, wenn es ein wenig verwackelt aussieht.










Der zweite Tag, also heute, begann recht entspannt. Erstmal den Jetlag weggeschlafen und dann ein wenig hier in der Gegend herumspaziert, den Unisportlern beim Baseball-Training zugeschaut (Baseball ist, wie in Japan auch, ein sehr populärer Sport) und mich dann am Nachmittag wieder mit Marie getroffen. Wir hatten eigentlich vor, in das Seoul Museum of National History zu gehen, sind dann aber (weil wir anscheinend ein Anderes gefunden hatten) in das Seoul Museum of Contemporary History gegangen. Das war wirklich sehr interessant, weil ich vor Allem von der jüngeren Geschichte Südkoreas, die auch den Alltag heutzutage sehr prägt, nicht viel wusste. Auf jeden Fall ein Augen öffnender Moment, weil die Südkoreaner in den letzten 120 Jahren echt viel durchmachen mussten. Das erklärt auch die gute Portion Patriotismus und Militarismus, die ich hier schon mitbekommen habe. Korea als einziges geteiltes Land der Welt leidet noch immer unter dem schwärenden Konflikt mit der "Volksrepublik" Nordkorea, der durchaus auch in einigen Scharmützeln immer wieder aufflammt, und hat daher eine sehr auf Verteidigung ausgerichtete Politik, was durchaus verständlich ist.

Nach dem Museumstrip sind wir mit der U-Bahn-Linie 2, auf der an dem Tag auch ein Unfall mit 170 Verletzten war (hoffentlich sind alle wohlauf) nach Sinchon (신촌) gefahren, um mit ein paar Leuten essen zu gehen. Wir haben dann zusammen ein Koreanisches Barbecue gemacht, mit verschiedenen Fleischsorten und einer Suppe mit Meeresfrüchten.
Wirklich lecker und ich glaube ich habe noch nie so viele fremde Sachen auf einmal verputzt. Fabian und Guido, Freunde von Darja, einer Hamburger Kommilitonin von Marie, haben auch nicht gezögert und mir eine Einführung in die koreanische Ess- und Trinkkultur gegeben, inbesondere der "Shaky Shaky" war interessant: Dabei wird Bier (멕주) mit Süßkartoffelschnaps (소자) in ein Glas gegeben und im selben Glas ist noch Cola zwischen zwei Shotgläsern eingeklemmt. Da es ein recht kleines Glas ist, wird es in einem Zug geleert, und da die Cola so "eingeklemmt ist", muss man, wenn das Getränk fast leer ist, es von Seite zu Seite schütteln, also "shaken". Dann kommt die Cola frei und verlieht dem Ganzen sin süßes Finish. Unglaublich, auf was für Ideen man kommen kann! Es war echt ein klasse Abend. Auf dem Rückweg war es schon so spät, dass ich (diesmal allein unterwegs) vor der Station, zu der ich eigentlich wollte, aus der U-Bahn geworfen wurde.... Naja alles halb so wild, ich wollte ohnehin mit dem Taxi weiter. Also Taxis rangewunken. Im Gegensatz zu Deutschland heißt eine leuchtende Lampe auf dem Dach nicht, dass das Taxi frei ist, nein in der Frontscheibe des Taxis muss ein roter Schriftzug aufleuchten. Erster Fehler. Manche Taxen haben mich dann auch einfach nicht mitgenommen, aber beim fünften Taxi hat es dann endlich geklappt. Ich bin zur Uni (deren Name ich wenigstens kannte, viel Spaß, wenn man hier nur Englisch kann o_o) gefahren worden und von da konnte ich die Heimreise zu Fuß antreten. Wer hätte gedacht, dass auch so kleine Dinge hier ein solches Abenteuer sein können! Bis dahin!

Mittwoch, 30. April 2014

Frankfurt Airport

Frecherweise unseren Lehrgangsbetreuer unterbrochen und so wenigstens seinen langwierigen Monolog vor unserer Verabschiedung verkürzt. Endlich Urlaub. Ich gebe zu, die Zeit zwischen Uni und Abflug war ein wenig knapp, aber warum Zeit verschwenden, höhö. Dank einer freundlichen Fahrerin (danke Anna) konnte ich recht früh mit der S-Bahn zum Flughafen fahren. Dank Online-Check-In und Boarding Pass auf dem Handy waren alle Formalitäten innerhalb von zehn Minuten erledigt. Soviel zu mehr als zwei Stunden früher da sein... besser so als andersrum.

Auf mehrfache Empfehlung bin ich dann in meinen zwei freien Stunden noch mit der Flughafen-SkyLine zur Besucherterrasse am Terminal 2 gefahren, schon echt super Aussicht dort und alle drei Minuten landet ein Flugzeug direkt vor der Nase. Wenn man raus will ins Freie, muss man gleich fünf Euro bezahlen, deswegen habe ich das mal flugs gelassen. Nachdem mir der Mann an der Einlasskontrolle einen Test des Nacktscanners aufschwatzen wollte (ja, es gibt sie tatsächlich, und sie werden auch, wenn auch nicht von allen, benutzt!) sitze ich jetzt am Gate und warte auf die Maschine. Am Gate steht schon die neue Boeing 747-8I, die ich auf mehrfachen Wunsch eines einzelnen Herrn auch mal abgelichtet habe :D. Hier reiht sich ohnehin eine Riesenmaschine an die andere, Flugzeugfans kommen hier bestimmt auf ihre Kosten! Bei Wikipedia hab ich gelesen, dass die Boeing ein Startgewicht von über 400 Tonnen erreichen kann. Irre, vor allem wenn man bedenkt, dass fast die Hälfte davon Treibstoff ist...





Auf dem unteren Bild ist noch ein Airbus A-380 zu sehen. Macht schon was her. Kanns kaum erwarten eine Runde auf der bordeigenenen Bowlingbahn zu spielen oder ein bisschen schwimmen zu gehen.

Ansonsten später mehr, interessantere Sachen gibt es ohnehin erst später zu sehen!