Dienstag, 13. Mai 2014

Japan! 大原・嵐山・大阪 - Teil 2

Um das Onsen noch vor dem Frühstück nutzen zu können, sind wir (freiwillig!) um sechs aufgestanden. Auf leeren Magen ins heiße Bad zu gehen, ist schon ganz schön anstrengend, im Vergleich zum vorigen Abend haben wir es nicht lange ausgehalten, aber es war dennoch entspannend. Besonders die frische Luft am Morgen und das Singen der Nachtigallen (anders als die europäischen singen die hier am Tag) waren sehr erfrischend.




Zum Frühstück gab es dann heißen Tofu und Ei und Reis und gefühlte hundert sonstige Beilagen. Eigentlich kann man jede Mahlzeit zu jeder Zeit essen. Nach dem Auschecken haben wir uns noch die andere Hälfte von Ohara angeschaut, die war auch sehr sehenswert. Irgendwie war ich an dem Tag zu entspannt, den ganzen Tag über müde, musste ich mich mit Kaffee ein wenig über Wasser halten. In Kyoto wollten wir eigentlich nur kurz vor der Weiterfahrt nach Arashiyama einen Geldautomaten für unsere Kreditkarten finden, was sich allerdings schwieriger gestaltete als angenommen, denn die meisten Automaten akzeptieren nur inländische Visa-Karten, was für ein Unsinn. Nachdem wir uns nach gefühlten Stunden des Suchens endlich mit den heißbegehrten bedruckten Papierschnipseln eingedeckt hatten, konnten wir zum eigentlichen Ziel unserer Reise fortfahren: Arashiyama (嵐山). Ebenfalls in den Bergen um Kyoto gelegen, bietet Arashiyama unter anderem einen echten Bambuswald und einen Affenpark mit Makaken, die auf einer Bergspitze leben. Auf dem Weg zu den Spots wurden wir von einer Feiertagsprozession aufgehalten. Jede Menge Kinder in den Festmänteln haben dort einen langen Zug gebildet und hatten offenbar viel Spaß dabei. Sogar die Polizei hat extra für sie die Straßen abgeriegelt. Was genau der Anlass war, konnten wir nicht herausfinden, es schien sich um etwas Regionales zu handeln.


Zuerst sind wir in den Affenpark gegangen. Neben den Makaken in verschiedenen Größen waren vor allem die englischen Übersetzungen der Hinweise und Quizfragen zu den Affen ein echtes Unterhaltungserlebnis. Auf dem Weg nach oben konnten wir uns köstlich über diverse Schilder amüsieren. Oben angekommen, konnten wir uns nicht nur an den Affen, sondern auch an einer tollen Aussicht auf Kyoto erfreuen.




Der Bambuswald war auch eine Reise wert. Ein einzelner Pfad führt hindurch, der Geruch von Stroh erfüllt die Luft (Bambus ist auch eine Gras-Art), während links und rechts etwa zehn Meter hohe Bambusstämme aus dem Boden ragen. Kaum zu vergleichen mit dem Bambus, den man in Europa so kennt. Selbst die Sprösslinge (die übrigens auch sehr schmackhaft sind) haben einen Durchmesser von 10 Zentimetern und ragen hoch aus dem Boden auf. Unter dem Bambus war es richtig dunkel, was uns gelegen kam, denn in der Sonne war es kaum auszuhalten (25°C :D). Auf dem Markt in Arashiyama haben wir uns auch noch an regionalen Spezialitäten gütlich getan. Tofu-Softeis und dann noch Mochi (Reiskuchen) in einer herben Soße auf einem Spieß (leider hab ich den Namen vergessen…). Supergeil.

Dann wurde es auch schon wieder spät, und da Yuki und Nick Montag arbeiten mussten, machten wir uns auf den Rückweg nach Osaka. Dort haben wir zum Abschied noch japanisches Curry zusammen gegessen, dann war es Zeit, sich zu trennen. Es war wirklich ein klasse Wochenende und ich glaube wir haben viel gesehen, was klassischen Touristen verwehrt bleibt! Nun hatten wir noch Sonntagabend und Montag, um in Osaka in wenig herumzuscharwenzeln. Unsere Unterkunft war das „Base Point Hostel“ direkt in der Innenstadt (Ebisubashi, da, wo der Glicomann ist).


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