Mittwoch, 7. Mai 2014

Andong (안동)

Peter-Pan-Geusthouse. Man beachte die rosa Vorhänge!
Da hier ein langes Wochenende anstand, hatten wir Zeit, einen kleinen Ausflug nach Andong zu machen, um das in der Nähe gelegenene historische Hahoe-Dorf (하회) zu besuchen, eine sehr berühmte Weltkulturerbestätte. Kurz zuvor haben wir noch eine Übernachtung im Peter-Pan-Guesthouse in Andong gebucht (es war auch so putzig eingerichtet wie es klingt) und sind dann mit dem Zug am Montag hingefahren.




Allgemein sind alle öffentlichen Verkehrsmittel hier extrem (!) günstig. Für eine Zugfahrt von über drei Stunden haben wir (inklusive Sitzplatzreservierung) umgerechnet 12 Euro bezahlt. Der Bus nach Hahoe (40 Minuten Fahrt) hat 90 Cent gekostet. Eine normale Fahrt mit der U-Bahn kostet etwa 80 Cent. Allgemein kann man viele Dinge hier sehr günstig machen, nicht zuletzt, weil auch viele Museen umsonst sind.
Weolyeonggyo, die Mondlichtbrücke

In Andong haben wir uns die längste Fußgängerbrücke Koreas angeschaut, die komplett in einem alten Stil gebaut wurde. Da es gerade gedämmert hat, sah das auch sehr gut aus. Eine lokale Spezialität dort ist das JJimdak (찜닭), ein speziell zubereitetes Hühnchen mit Glasnudeln und einer sehr würzigen Sauce, die in einer großen Schüssel für alle serviert wird. Es war ein wenig peinlich, die Glasnudeln mit Stäbchen zu essen... Die Restaurants, die uns für das JJimdak empfohlen wurden, waren alle in einer Art "Food-Street" untergebracht. Die Leute haben dort einfach auf der Straße gekocht und man konnte sich in den kleinen Räumlichkeiten dahinter hinsetzen.






Gleich früh sind wir ins Hahoe-Dorf gefahren. Bei bestem Sonnenschein (Sonnenbrand olé) konnten wir dort die verschiedenen Sehenswürdigkeiten betrachten. Das Dorf liegt in einer Flussschleife, also ist fast der ganze Ort von Wasser umgeben. Unglaublich, wie bergig die Regionen hier sind. Man hat den Eindruck, dass jede ebene Fläche mit Städten oder Feldern belegt ist, und dafür die Berge vollständig naturbelassen wurden. Gerade in Hahoe erweckte es den Eindruck, dass das Dorf vollständig isoliert von der Außenwelt lag, weil man einfach nur Berge sehen konnte.

Das ganze Dorf ist noch im alten Stil wie vor 400 Jahren erbaut, und in den Häusern wohnen sogar Leute! Man erkannt hier und da einige Modernisierungen an den Gebäuden, wie eine Satellitenschüssel oder ein Auto, das davor parkt, aber sonst ist alles noch traditionell gehalten. Die Leute dort stellen kostenlos zur Schau, wie Dinge in den alten Zeiten erledigt wurden, Mehl mahlen, Wäsche klopfen, etc.. Durch Zufall haben wir ein etwas abgelegeneres Haus entdeckt, was nicht sonderlich nach Attraktion aussah, doch aufgrund von Maries Koreanisch-Skills haben wir einen Blick hineingeworfen und wurden gleich von zwei älteren Damen herangewunken, die uns Manieren und Ablauf einer koreanischen Teezeremonie näher gebracht haben. Super!

Direkt gegenüber dem Dorf liegt eine Klippe, die als Aussichtspunkt dient. Lange Zeit von Fluss unterhöhlt, bietet sie, mitten neben dem Dorf, einen schroffen und dramatischen Anblick. Wir mussten sogar mit der Fähre übersetzen. Nachdem wir uns alles angeschaut hatten, konnten wir noch einige Stunden dort entspannen, es war (verglichen mit Seoul) extrem ruhig und die Luft super frisch. Der Ausflug hat sich wirklich gelohnt, auch wenn der Weg zum Dorf recht weit von Andong ist, es kostet ja auch fast nichts^^






1 Kommentar:

  1. Nice Dude! Klingt ja echt super was du da so treibst. Mach weiter so und schreibe fleißig ;)
    Viele Grüße!
    당신이 천을 벗겨 보자!

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